Aktuelle Infos von Bürgermeister Josef Oswald

Juni 2026
Liebe Glonnerinnen und Glonner, 

in der März Sitzung hat der Marktgemeinderat den Haushalt 2026 und die Finanzplanung bis 2029 beschlossen. Basis dieser Planungen ist wie immer die aktuelle Finanzsituation und eine Abschätzung wie sich die Einnahme- und Ausgabesituation entwickeln werden. Während das aktuelle Jahr gut geplant werden kann, ergeben sich für die Folgejahre naturgemäß größere Ungenauigkeiten. Zum einen sind weder die Einnahmen noch die Ausgaben genau vorhersehbar und zum anderen ergeben sich im Laufe der Zeit neue Erkenntnisse oder Prioritäten zu den einzelnen Projekten. Somit ist die Finanzplanung immer als Absichtserklärung zum Zeitpunkt der Verabschiedung bzw. Erstellung zu verstehen.

Aus meiner Sicht ist es gelungen innerhalb des Finanzplanungszeitraums die bekannten vor uns liegenden Großprojekte zu einem großen Teil ohne die Aufnahme neuer Schulden zu berücksichtigen. Da bei den Großprojekten teilweise keine belastbaren Kostenschätzungen vorliegen, ist es in meinen Augen wichtig im Bedarfsfall mit der Aufnahme von Schulden Handlungsoptionen zu haben.

Die wichtigsten Projekte in 2026 sind die Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes (Restkosten ca. 4,6 Mio €), der Straßenbau nach Doblberg (ca. 400.000 €) und der Bau der Brücke zwischen Mattenhofen und Haslach für ca. 700.000 €. Ein weiterer großer Kostenblock wird die Ersatzbeschaffung des neuen Leiterfahrzeugs für die Feuerwehr, was den Gemeindehaushalt in 2026 und 2027 mit etwas über 1 Mio. € bei 300 T€ Zuschuss belasten wird. Daneben sind für 2026 noch viele weitere Projekte (z.B. diverse Straßensanierungen, Auflassung/Umbau Kläranlage in Haslach oder der Wegebau vom Postanger zur Kastenseestraße) enthalten.

Auch in den nächsten Jahren beinhaltet die Finanzplanung größere Baumaßnahmen. Hier sind beispielhaft der Bau der Brücken zur Waldstraße sowie zwischen Reisenthal und Spielbrerg sowie ein Radweg entlang der Kastenseestraße oder die Anlage der Freizeitfläche an der Haslacher Straße beim Bauhof zu nennen.

Ein sehr großes Projekt in der Finanzplanung ist die Erweiterung der Sportflächen in Adling mit Wasser-, Abwasser und verbesserter Straßenerschließung. Neben der verbesserten Erschließung sollen auch Umkleide- und Duschräume entstehen. Hierfür wurden in der Finanzplanung knapp 2 Mio. € eingeplant. Wann mit einer Bautätigkeit gerechnet werden kann, ist momentan noch vage, da erst über die Bauleitplanung Baurecht geschaffen werden muss. Läuft alles ohne größere Probleme, könnte ggf. 2027 mit der Erschließung und 2028 mit dem Bau eines Sportplatzes sowie Gebäude begonnen werden.

Das größte im Finanzplanungszeitraum bis 2029 geplante Projekt ist der Bau einer Zweifachturnhalle mit Hort auf dem südlichen Bereich des Glonner Fußballplatzes bei der Schule für geschätzte ca. 10 Mio. €. Damit könnte ein Jahrzehnte alter Wunsch von sehr vielen Glonnerinnen und Glonnern nach einer größeren Turnhalle in Erfüllung gehen. Nachteilig ist zweifelsohne der Wegfall des großen Fußballplatzes (ein Halbfeld wird bleiben). Auch wenn die Entscheidung für dieses Projekt im Gemeinderat einstimmig gefasst wurde, fiel es den Gemeinderäten nicht leicht. Letztendlich ist dies aufgrund des vorhandenen Baurechts in Verbindung mit der unmittelbaren Nähe zur Schule und damit verbundenen möglichen Förderungen der Weg zur Finanzierbarkeit gewesen. Zusammen mit der Sonderförderung für die Betreuung der Grundschulkinder (Hort) ist nach jetzigem Wissensstand das Gesamtprojekt finanzier- und umsetzbar.

Weitere große Projekte in der Finanzplanung sind Teilkosten für den Hochwasserschutz mit 6 Mio. € und Planungskosten für die Sanierung des bestehenden Feuerwehhauses, der Klosterschule oder Umgestaltung des Marktplatzes.

Insgesamt beinhaltet die Finanzplanung sehr viele Projekte, deren Realisierung im geplanten Zeitraum wohl nur im Idealfall möglich sein wird. Je nachdem wie aufwändig die einzelnen Projekte werden und wie weit die tatsächlichen Kosten von den Plankosten abweichen, wird der Gemeinderat über die einzelnen Projekte mit jeweils aktuellem Wissensstand entscheiden, wodurch sich zwangsläufig Änderungen ergeben. Ebenso können Änderungen bei den kalkulierten Zuschüssen sowie deutliche Veränderungen der Kreisumlagen starke Auswirkungen auf unsere Planungen haben.

Ihr Josef Oswald, 1. Bürgermeister