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Bürgerversammlung 2016

Niederschrift über die Bürgerversammlung des Marktes Glonn
am Dienstag, den 22. März 2016 um 19.30 Uhr
im Bürgersaal beim Neuwirt in Glonn

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Vor ca. 110 Besuchern eröffnete Bürgermeister Oswald um 19.35 Uhr im Bürgersaal beim Neuwirt in Glonn die Bürgerversammlung des Jahres 2016. Der Bürgermeister trug seinen Bericht anhand einer informativen visuellen Präsentation vor. Insbesondere wurden darin folgende Schwerpunkte abgehandelt:

Abgewickelte Maßnahmen des Marktes im Jahr 2015, insbesondere die in bürgerschaftlicher Gemeinschaftsarbeit erbrachten immensen Leistungen bei der Pflasterung des Parkplatzes südlich der Schule

  • Wichtigste Vorhaben bzw. mögliche Ausgabepositionen 2016 (u.a. Kanalbaumaß-nahmen, Wasserversorgung, Hochwasserschutz, Kinderkrippe, etc.)
  • Entwicklung der Kinderbetreuungseinrichtungen, gemeindliche Energieeinsparmaß-nahmen vor Ort und Breitbandversorgung, Aktuelle Bauleitplanungen, Asylbewerberentwicklung und weitere Maßnahmen
  • Entwicklung der Einwohnerzahlen / Ortswachstum, Gegliederte Statistiken zu Personenstandsfällen und Bautätigkeit
  • Gemeindefinanzen, insbesondere Steueraufkommen sowie Kreisumlagen- und Schuldenentwicklung
  • Weitere geplante Investitionen bzw. Maßnahmen in nächster Zukunft

Der 1. Bürgermeister bedankte sich bei allen Gemeinde- und VG-Bediensteten für die engagierte Unterstützung. Besonders bedankte er sich bei den in vielen Bereichen tätigen Ehrenamtlichen in der Gemeinde. Insbesondere wurde nochmals an die in diesem Jahr dafür erfolgten Ehrungen von Glonner Bürgern erinnert:
Bürgermedaille des Marktes Glonn: Monika Faßrainer und Florian Hansig
Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten: Jutta Gräf
Grüner Umweltengel: Sabine Brückmann

Nach einer Pause von 15 Minuten, in der der Film „Glonn von oben“ von Manfred Depree senior gezeigt wurde, eröffnete der 1. Bürgermeister den 2. Teil der Veranstaltung (Fragen/Diskussion).
Die anschließenden Wortmeldungen/Fragen der Bürger sowie die Antworten sind nach-folgend in chronologischer Reihenfolge in verkürzter Form, jedoch sinngemäß wieder gegeben.
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Herr Anton Decker:

 

 

Weist auf die schlechte Einsehbarkeit bei der Einmündung der Feldkirchner Straße in die Prof.-Lebsche-Straße hin. Könnte hier nicht ein Spiegel aufgestellt werden?

 

Bgm. Oswald: Hierzu fand bereits im Herbst 2014 ein Ortstermin mit Polizei, Straßenbauamt und Landratsamt statt. Die Errichtung eines Spiegels an dieser Stelle wurde dabei abgelehnt, da er verzerrende Wirkung hat und hinsichtlich der Entfernung herannahender Fahrzeuge täuschen kann. Insbesondere Radfahrer werden dabei von älteren Verkehrsteilnehmern leicht übersehen.

 

Herr Thomas Kretschmann:

 

Wann wird der geplante Zebrastreifen in Höhe Bäckerei Winhart gebaut? Gibt es hier eine zeitliche Festlegung zur Durchführung der Maßnahme?

 

Bgm. Oswald:

 

Die Maßnahme wird definitiv durchgeführt und so bald als möglich umgesetzt. Bisher ist dies noch nicht geschehen, da der beim Straßenbauamt dafür zuständige Mitarbeiter längere Zeit erkrankt war.

 

 

Frau Michaela Müller:

 

Als Anwohner der Rotter Straße findet sie die Aufstellung des elektronischen Zeigefingers in Höhe des Marienheims durchaus wirkungsvoll. Wird das Fahrverhalten mit dem Gerät auch aufgezeichnet, so dass Auswertungen vorgenommen werden können?

Besteht durch die geplante Lärmschutzwand entlang des Baugebiets „nördlich der Rotter Straße“ (Franz-Kaltner-Straße) nicht die Gefahr dass dadurch noch schneller gefahren wird?

 

Bgm. Oswald: Mit dem aktuell aufgestellten „Zeigefinger“ sind keine Auswertungen möglich. Die Gemeinde wird das dazu notwendige und bereits vorhandene Zusatzgerät anbringen und die Ergebnisse zur Verfügung stellen.

Die Errichtung der Lärmschutzwand ist aus immissionsschutzrechtlicher Sicht unumgänglich. Aufgrund der aktuellen Gesetzgebungsentwicklung besteht die Hoffnung, im Bereich des Marienheims eine Beschränkung auf Tempe 30 zu erreichen.

 

 

Herr Hubert Schirrmacher:

 

Kümmert sich seit vielen Jahren für die Durchführung des Sportabzeichens in Glonn. Besteht die Möglichkeit, den alten Sand in der Sprunggrube am Sportplatz auszutauschen?

 

Bgm. Oswald: Es wird eine Rücksprache mit der Schule bzw. dem Hausmeister erfolgen. Sollte das für den Schulsport notwendig sein, kann eine Austausch des Sandes erfolgen.

 

 

Herr August Lanzenberger: Nach seinen Erfahrungen als Anlieger der Münchner Straße hat der Schwerlastverkehr (Mautflüchtlinge) durch Glonn deutlich zugenommen. Ist es nicht möglich den Verkehr auf Tempo 30 zu drosseln. Außerdem gibt es durch Baumaßnahmen bedingte Straßensetzungen, die wiederum zusätzlichen Lärm verursachen. Das gilt auch für immer noch nicht angepasste Deckel von Ver- oder Entsorgungseinrichtungen.
 

Bgm. Oswald:

Das Problem ist bereits bekannt. Bezüglich „Tempo 30 für Lkw´s“ (wenigstens in der Nachtzeit) gab es bereits vor 4 Jahren eine große Unterschriftenaktion die der Gemeinderat durch einstimmigen Beschluss unterstützte. Leider wurde das Anliegen durch den Träger der Staatsstraße abgelehnt. Die Straßensetzungen sollten durch Fotos dokumentiert und an die Gemeinde geschickt werden, so dass sie ans Straßenbauamt weitergegeben werden können.

 

Herr Bernhard Hüller:

 

Bemängelt, dass der Verkehr immer mehr Vorrang vor dem „Menschen“ bekommt. Der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt sei zu viel und zu laut und es für ist für Radfahrer schwierig, im Ort ohne Gefährdung von A nach B zu kommen. Warum werden nur Neubaugebiete durch Lärmschutzwände geschützt und nicht die sog. Altanlieger?
Bgm. Oswald: Der Verursacher des Verkehrs ist immer der Mensch selber. Die Gesetze im Verkehrsbereich, insbesondere bei übergeordneten Straßen, werden aber nicht in der Gemeinde gemacht. Insofern ist der Einfluss darauf nur marginal. Radfahrer haben auch innerorts durchaus die Möglichkeit auf Nebenwege auszuweichen, nur ist dies meist mit einem Umweg verbunden.
Die Errichtung von Lärmschutzwänden bei straßennahen Neubaugebieten ist aus Immissionschutzgründen meist vorgeschrieben, außerdem werden diese Bauten auch von den Anliegern über entsprechende Beiträge selbst bezahlt. Der Bau solcher Einrichtungen im Ortsbereich ist meist schon aus Platzgründen nicht möglich. Dennoch bleibt es jedem Anlieger überlassen, das für sich selbst prüfen zu lassen und dann zulässige Schutzmaßnahmen zu treffen.

 

Frau Mareike Gotter:

 

Warum wurde der ursprünglich einmal geplante Kreisel an der Einmündung Wolfgang-Koller-Straße in die Rotter Straße nicht verwirklicht, bzw. wann ist damit zu rechnen?
Bgm. Oswald: Ursprünglich waren hierfür einmal ca. 500.000 € in der Finanzplanung. Momentan ist der Kreiselauf der Merkliste des Gemeinderats. Zwischenzeitlich wurden und werden große Investitionen (u.a. Hallenbad, Kinderbetreuungseinrichtungen etc.) durchgeführt, die in ihrer Priorität deutlich höher eingeschätzt werden. Eine seriöse Aussage, ob bzw. wann der Kreisel entstehen könnte, kann aktuell nicht getroffen werden.

 

 

Herr Paul Huber:

 

An der Einmündung Wolfgang-Koller-Straße in die Rotter Straße wird die Sicht durch die aufgestellten Verkehrsschilder beeinträchtigt.

 

Bgm. Oswald: Wir werden in einer Ortseinsicht prüfen, welche Verbesserungsmaßnahmen hierbei möglich sind.

 

 

Frau Märzluft:

 

Wie ist die Auslastung des Horts im kommenden Schuljahr?
Bgm. Oswald: Hierzu können aktuell noch keine genauen Zahlen benannt werden, da die Planung und Platzzuteilung durch den Träger (KiJuFa) erst nach Ostern erfolgt.

Unter dem Beifall der Anwesenden bedankte sich 2. Bürgermeister Peter Gröbmayr nach Abschluss des offiziellen Teils beim 1. Bürgermeister Josef Oswald für dessen täglichen Einsatz für die Gemeinde und die umfangreichen und sehr informativen Ausführungen in der heutigen Veranstaltung:
Ende der Versammlung: ca. 22.15 Uhr

Protokoll: Alois Huber, Geschäftsführer VG Glonn

Quellen/ Impressum zur Schrift

Quellen zur Schrift „Lena Christ und Glonn“ von Hans Obermair, soweit nicht im Text angegeben:

Glonner Pfarrarchiv
Archiv des Erzbistums München-Freising
Johann-B. Niedermair, Glonn und Umgebung in Vergangenheit und Gegenwart
Freising 1909 und München 1939
Erwin Richter, Jedermann und die Jüngste-Gerichts-Mühle, Sonderdruck, Wien 1955
Andrea Worm, Die „Gerichtsmühle“ und die „Vier letzten Dinge“ aus 100-Jahre Landsherger
Geschichtsblätter
Landsberg 2000/2001
Irene Gerstner, Untersuchung der Votivbilder in der Manenkirche von Frauenreuth Zulassungsarbeit 1970
Dr. Cordula Böhm, Schriftverkehr

Gedruckte Quellen:

Dr. Ghemela Adler:  Heimatsuche und Identität, Dissertation- Europäische Hochschulschriften Band 1261, Verlag Peter Lang GmbH, Frankfurt a.M. 1991
Benedix Peter: Der Weg der Lena Christ, Ludwig Bauer – Verlag, München 1950
Christ Lena: Erinnerungen einer Überflüssigen, Mathias Bichler, Rumplhanni, Madam Bäuerin, Bauer; Süddeutscher Verlag GmbH, München 1970
Christ Lena: Lausdirndlgeschichten, Edition Monacensia im Allitera Verlag, München 2002
Christ Lena: Unsere Bayern anno 14, Albert Langen, München 1923
Göpfert Günther: Das Schicksal der Lena Christ, Süddeutscher Verlag München 1971, Rosenheimer Verlagshaus 2004
Gugel, von Adelheid: Lena Christ –Leben und Werk – Dissertation  München 1959
Niedermair  J.B.: Glonn und Umgebung in Vergangenheit und Gegenwart
Freising 1909 und München 1939
Obermair Hans: Alte Familien der Gemeinde Glonn (noch nicht erschienen)
Grundlage: Steuer und Abgabeakten, Hypotheken- und Grundbücher, Pfarrmatrikel Glonn und Egmating
Obermair Hans: Glonn und seine Wirte, Entstehungsgeschichte der Glonner Wirtshäuser vor 1900, Erschienen in „Land um den Ebersberger Forst“
Jahrbuch des Historischen Vereines für den Landkreis Ebersberg, Nr. 3 (2000)
Obermair Hans: Beiträge zur Schulgeschichte Glonns bis 1814, Aus Glonner Geschichte und Geschichten (Hans Obermair), Herausgegeber: CSU Glonn 1999, (anlässlich des 60. Geburtstages des Verfassers)
Scheib Asta: In den Gärten des Herzens (Roman), Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002
Sedlmair Maria: Glonn Meine Heimat, Herausgegeben von Maria Sedlmair 1991

Andere Quellen:
Archive: 
Bayerisches Hauptstaatsarchiv –Kriegsarchiv- OP 17420
Bayerisches Landesvermessungsamt Uraufnahme
Staatsarchiv München AG Ebersberg VV 1881 Nr. 228
Stadtarchiv München, Plansammulung C 1026
Stadtarchiv München, Diverses

Befragungen: 
Durch den Verfasser
Internet: Diverses
Koller Wolfgang: Diverser Schriftverkehr

Sendungen:
Bayerischer Rundfunk: Lena Christ,  Autor Michael Skasa, 11.01.1981
Bayerisches Fernsehen: Heimat und Sehnsucht in der Reihe „Große Bayern“ , Buch und Regie Anita Bauer, 30.12.2004

Zeitungen: 
Diverse Artikel ab 1923 aus der Sammlung des Verfassers

Impressum:

Herausgeber: Kulturverein Markt Glonn eV
Verantwortlich für den Inhalt: Hans Obermair
Fotos: Heimatmuseum des Kulturverein Glonn, Aufnahmen des Verfassers und Reproduktionen
Titelbild: Hans Obermair
Alle Rechte: Hans Obermair ©

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Impressionen

Alpendorf Glonn im Herbst
Alpendorf Glonn von Doblberg

DR. MAX LEBSCHE

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Universitätsprofessor DR. MAX LEBSCHE (11.9.1886/22.9. 1957)Der „Doktormax“ zu sein, war ihm in Glonn sein liebster und von Kindheit an vertrautester Titel. Er promoviert summa cum laude mit der Lösung einer Preisaufgabe der Medizinischen Fakultät in München -wird Feldarzt im 1. und Lazarettchefarzt im 2. Weltkrieg und Freiheitskämpfer in Schlesien. Er wird Assistent bei Prof. Sauerbruch, er habilitiert bei diesem mit einer Arbeit über die Chirurgie des Herzens. Sauerbruch bemerkt einmal: „Ich würde mich nur von meinem Freund Lebsche operieren lassen“. Lebsche wird Professor und Direktor der Chir. Universitätsklinik in der Landeshauptstadt. 1930 gründet er am Bavariaring eine private chir. Klinik und gibt ihr den Namen von Bayerns letzter Königin Maria Theresia. In der Zeit der Diktatur bleibt er, aus dem Staatsdienst entlassen, der Ungebeugte und mutig sich Äußernde. Sein internationaler Name und seine Unentbehrlichkeit sichern ihm trotz seines Mannesmutes und seiner offenen Gläubigkeit, trotz seiner unbeirrbaren Treue zum Königshaus und seiner Hilfsdienste für jüdische Kliniken und Patienten die im Wesentlichen ungestörte Weiterarbeit in der eigenen Klinik, in der auch im Luftkriege „nie das Herdfeuer erlosch“. Mehr als tausend Armamputierten gab Lebsche mit seiner Wiederherstellungschirurgie die Möglichkeit, im Beruf zu bleiben. Er wird Malteserritter und Ritter vom Hl. Grab, aber nicht geringer freut ihn der Lorbeerkranz mit der weißblauen Schleife, den ihm seine dankbaren Soldaten ins Haus bringen. Seine Reden waren von hoher sittlicher Verantwortung und von erzieherischem Ethos getragen: „Jeder von uns kann sicher noch mehr lächeln, noch mehr schenken, noch mehr verzichten, noch mehr verzeihen und noch mehr danken“. Für Glonn war er ein immerwährender schweigender Wohltäter. Fast regelmäßig zur gleichen Nachmittagsstunde fuhr er an Feiertagen hierher, besuchte eine der Wallfahrtskirchen der Heimat, grüßte zum Abschied das Elterngrab und kehrt nach München zurück. An der Gartenmauer des Lebschehauses ist zu seinem Bilde zu lesen: „Gott sein Leben, dem Menschen sein Können, dem König seine Treue, der Heimat seine Liebe.“ 20 Jahre nach ihm wird auch seiner geliebten Schwester Klara Lebsche ob ihrer Verdienste um die Caritas das Ehrenbürgerrecht verliehen. Sie erinnert sich an 1945: „Wir sind durch die Lager gegangen; wir waren ratlos, aber wir fingen an.“
Text: Wolfgang Koller

GEORG LANZENBERGER

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GEORG LANZENBERGER (* 1897, † 23. Mai 1989 in Glonn) wählte im Frühjahr 1914 mit seinem Schulkameraden Karl Koller England zum vermeintlichen Sprungbrett in die weite Welt. Während Koller Ende Juli 1914 mit dem letzten Schiff nach Deutschland übersetzte, wurde Lanzenberger vom Krieg überrascht und interniert. Im Lager begegnete er dem Bildhauer Prof. Bredow und entdeckte seine eigenen Neigungen und Anlagen für Pinsel und Stift. Ab 1919 wurde er an der Akademie für angewandte Kunst in München Schüler des bedeutenden Malers Willy Geiger und des großen Graphikers Gulbranssohn. 1932 erwirbt er das Forsthaus in der Filzen. Kein anderer Maler hat jemals unserer Landschaft so viele Bilder abgewonnen wie er. Jeder Scharlatanerie abgeneigt, widerstand er allen Modeströmungen und blieb vor der Natur sich selber treu. Früher auch gern in Freskomalerei Glonner Schulhaus hat er übrigens in einem Wandbild die heimischen Tiere dargestellt und dabei auch einem der seltensten Geschöpfe der Glonner Fauna, dem „Kreißn“, eine bleibende Heimstatt gesichert.
Text: Wolfgang Koller

JOHANN B. NIEDERMAIR

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JOHANN B. NIEDERMAIR (13. 2. 1875/14.11. 1956) brachte 1909 als Diakon ein ganzes Tausend seiner prächtigen und für die damalige Zeit ungemein reich bebilderten Chronik von Glonn mit. Das Stück kostete ganze 2 M. 1939 wagte er es, das Buch neu und reich erweitert auf seine Kosten herauszubringen. Ich hatte ihn 1931 dazu angeregt und sicherte ihm meine Mitarbeit zu. Aber weil Heimatgeist damals nicht willkommen war und weil da und dort ein Sätzlein Wahrheit, allzu offen geschrieben, die Ohnmächtig -Mächtigen reizte, verbot die Reichsschrifttumskammer alsbald das Buch und die Polizei kam ins Haus, die schuldvoll -unschuldigen Bücher zu beschlagnahmen. Bei einem Luftangriff verbrannte ein halbes Tausend davon im Wittelsbacher Palais, dem Hauptsitz der Münchner Gestapo. Vernünftige Hände in Ebersberg verhehlten einen Teil der Bücher und ließen sie 1945 wieder ans Licht kommen. Auf einer Gedenktafel an der Glonner Kirchenmauer ist zu lesen, daß Pfarrer Niedermair im Jahre 1951 geworden ist, was er heimlich schon lange war, ein Ehrenbürger der Gemeinde Glonn. Im November 1956 starb Niedermair in seiner Wahlpfarrgemeinde in Epfenhausen am Lechrain im Alter von 82 Jahren.
Text: Wolfgang Koller

 

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Eine Gruppe der Sternsinger hat die Gemeinde besucht. Wie viele andere Gruppen auch, haben Glonner Schüler und Jugendliche einen Tag Ihrer Ferien für Kinder in anderen Ländern geopfert.

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Einmal im Jahr ist in Glonn vier Tage Ausnahmezustand. Am letzten Juni Wochenende findet das Glonner Dorffest statt, die Arbeit ruht, das Bier fließt, die Brotzeit schmeckt und die Vereine freuen sich, dass es wieder gelungen ist, ein fantastisches Fest zu organisieren.
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